Gesucht und nicht gefunden

…zumindest nicht auf meinem Blog, auch wenn Google anscheinend hierher verwiesen hat.

 

Lehrerzimmers lustig: Ja, im Lehrerzimmer ist es immer meistens lustig, aber die Mehrzahl von Lehrerzimmer ist glücklicherweise leider nicht Lehrerzimmers.

 

Lehrer zum Lachen: Lehrer haben was zum Lachen? Lehrer brauchen was zum Lachen? Lehrer sind zum Lachen? Was denn nun?

 

Schriftstellerin oder Lehrerin: Tja, Gegenfrage: Warum denn nicht beides?

 

Sollte man die Lehrerin auf den Arsch starren: Aaaaalso, erst mal heißt das „der“ Lehrerin auf den…wo bitte hin starren?? Nein, sollte man nicht!!!

 

Sprüche die platzen: Machen Sprüche so etwas?

 Google2

Leben einleben leherer: Ja, also als Leherer lebt man sich bestimmt recht schnell ins Leben ein, denke ich mal…

 

Lehrerin will mich nach der Schule sprechen: Das ist ganz schlecht. Dann steckst du wohl tief in der Patsche. Da hilft dir auch Mr. Google nicht weiter.

 

Leben zwischen Uni und Zuhause: Das gibt es nicht, ist eine Urban Legend. Uni -> Zuhause -> Uni -> Zuhause -> Uni -> Zuhause…

 

Lehrer auf Dauer langweilig: Das tut mir sehr leid für dich, aber du wirst dich damit abfinden müssen. Es gibt leider kein Lehrershoppingcenter, in dem man sich seinen „Traumlehrer“ aussuchen kann. Lehrer shoppen…hehe, was für ein Gedanke.

 

Arrogante Ziege neu in der Klasse: Demnächst dann „Bin neu an Schule Mitschüler beleidigt mich.“

 

Lehrerin zieht sich in der Pause auf dem Schulhof aus: ………Leute?! Bitte sucht doch nicht nach so etwas! Und falls sie das wirklich gemacht haben sollte…oh, ich will lieber gar nicht darüber nachdenken!

 

Liebe Grüße,

Miss B

Gymnasiale Blasiertheit

Seit einer (zugegebenermaßen etwas kürzeren) Weile schon lese ich mit großer Begeisterung den Blog eines ziemlich talentierten anderen Fräuleins, die sich zwar nicht ganz so auf das Thema „Schule“ festgelegt hat wie ich, aber hin und wieder doch Einträge aus den heiligen Schulhallen postet. Und einer davon hat ganz besonders meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil es um etwas geht, das ich eigentlich schon längst mal ansprechen wollte. Zuerst aber mal der Eintrag:

 

We can be what we wannAbi

 

Als Abiturient isst man nicht mehr, man phagozytiert.

Statt weltlich sagen wir säkularisiert.

Nichts ist mehr teuer. Es ist preisintensiv.

Wir einigen uns nicht einfach; wir betreiben Konsensfindung.

Redet einer vom „Schwarzen Soul“, müssen wir intervenieren.

Es heißt afro-amerikanisch.

Wir verstehen rien ne sort de rien

Und per aspera ad astra

Doch was wir nicht verstehen, ist

Warum sie an den Oberschulen sagen,

Wir wären arrogant.

 

Sind wir das? Ja, meinte die Mentorin aus der Förderschule. Und nicht nur die Schüler, auch die Lehrer am Gymnasium seien abgehoben – weil sie mich gefragt haben, warum ich denn an so einer Schule Praktikum mache. Weil sie zu Siebtklässlern meinen, dass die Putzfrauen in der Schule immer so stinken. Weil sie oftmals überfordert damit sind, einem Schüler auf dem Gang „hallo“ zu sagen, obwohl er oder sie laut und deutlich gegrüßt hat. Weil sie ihre Fächer für die wichtigsten halten und viel auf ihren Fachgebieten wissen.

Abiturienten wissen immer alles besser. Sie können dir den Unterschied zwischen homozygot und heterozygot erläutern, erklären, was eine Cumulonimbus-Wolke ist oder welche stylistic devices Martin Luther King in seinen Reden verwendet hat. Sie können die Theorie. Die Professoren und Doktoren, die Lehrer, Anwälte und Ärzte von morgen. Und sind deswegen „voll die Nerds, Alda.“

Das sind meine Erfahrungen. Die Lehrerin, die vom Gymnasium kam und in der Förderschule anfing, wurde von meiner Mentorin als „arrogante Ziege“ betitelt. Dabei habe ich mit ihr geredet und fand sie ausgesprochen nett – mehr noch als die anderen Lehrer an der Schule. Bin ich also auch arrogant?

Die Lehrer an der Förderschule haben ganz anders über und mit ihren Schüler gesprochen als die Lehrer am Gymnasium.

„Ey, Jule, lass dir von den Jungs nicht so auf den Hintern starren!“ – „Die ist bestimmt die nächste, die mit drei Kindern da steht.“

„Die kann doch nichts anderes als mit dem Tom aus der 9. rumzuknutschen.“

Sagen wir, der Ton war rauer. Ich fand das nicht schlimm, aber ich war es nicht gewohnt. Vom Gymnasium zum Studium, wo ich lerne, wie man am Gymnasium unterrichtet, um dann wieder ins Gymnasium zu gehen. So sieht mein Werdegang aus. Und da fühle ich mich wohl. Bin ich deswegen arrogant?

 

Liebe Grüße,

Miss B

Einer von vielen

Ich habe schon so einige Schülerblogs und noch viel mehr Lehrerblogs gelesen. Die meisten davon sind witzig, brilliant geschrieben und die Wahrheit, die in ihnen steckt, ist fast schon erschreckend. Und da ich ziemlich gern schreibe, habe ich mich kurzerhand dazu entschieden, einen eigenen Blog anzufangen.

Ich schreibe eigentlich schon seit ich sechs Jahre bin. Gut, ziemlich viele Menschen in Deutschland schreiben vermutlich, seit sie sechs oder sieben sind, da man es zu dieser Zeit ja nun mal in der Schule lernt. Was ich meine ist, dass ich schon immer eine blühende Fantasie hatte und diese mit sechs Jahren endlich auch in schriftlicher Form ausdrücken konnte. Das zeigte sich in hunderten kurzer und langer Geschichten, die ich seitdem geschrieben habe, und mein allererster Berufswunsch war es, Schriftstellerin zu werden. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass nicht jeder vom Schreiben zum Millionär werden kann, wie es Joanne K. Rowling – damals mein großes Vorbild – geschafft hatte. Ich wusste: es muss noch ein anderer Beruf her, bei dem man auch tatsächlich Geld verdienen könnte. Also entschied mein mittlerweile achtjähriges Selbst: Ich will Lehrerin werden. Warum? Naja, weil mein anderes großes Vorbild damals halt meine Grundschulklassenlehrerin war. Aus heutiger Sicht finde ich das ziemlich niedlich-naiv, aber der Berufswunsch hat sich hartnäckig gehalten. Nur ein was hat sich geändert, und zwar die Schulform. Ich hatte mich schon mit dem Gedanken angefreundet, Ersatzmama für zwanzig oder mehr Sechs- bis Zehnjährige zu „spielen“ bis…ja, bis mich vor ca. zwei Jahren meine damalige Englischlehrerin fragte, warum denn „nur“ Grundschullehrerin und nicht Gymnasiallehrerin. Und da habe ich mich hingesetzt und noch mal ernsthaft nachgedacht, und mir ist bewusst geworden, dass ich mich in der Grundschule wahrscheinlich fachlich wahnsinnig unterfordert fühlen würde. Ich brauche Schüler, die sich für Literatur und englische Sprache genauso begeistern können wie ich (ich weiß, dass das auch am Gymnasium die Ausnahme sein wird…keine Angst, so desillusioniert bin ich noch nicht!). Und so studiere ich jetzt also „Höheres Lehramt an Gymnasien“ mit der Fächerkombination Englisch und Französisch. Aber zu der Fächerkombination sag ich in einem extra Blogeintrag noch mal etwas, denn es war ein Hin und Her, bis ich mich endlich für diese beiden Fächern entschied.

So viel also zu mir. Ich freue mich, hier in Zukunft Einträge zum Lehramtsstudentenleben, zu Uni, Praktika, Lehrern, Schulen, Sprache (besonders Englisch und Französisch) und vielem mehr mit euch teilen zu können.

Liebe Grüße,

Miss B.